Glögg (Tipp 12/25)

Das Wort Glögg kommt von dem Verb ‚glödga‘, d.h. aufwärmen. Die Bezeichnung ‚glödgat vin‘ (aufgewärmter Wein) taucht in Schweden erstmals im Jahr 1609 auf. Während man auf dem europäischen Kontinent zu dieser Zeit bereits vom Trinken gewürzten Weins Abstand nahm, lebte diese Tradition in Schweden fort.

Im Kochbuch ‚Den svenske kocken‘ von 1837 finden wir ein Rezept, bei dem gewöhnlicher Rotwein mit Muskatblume, Zimt und Gewürznelken sowie Zucker aufgekocht und warm getrunken wird. In den 1890er-Jahren entwickelt sich der Glögg schließlich zu einer schwedischen Weihnachtstradition und verbreitet sich immer mehr. Jeder Weinhändler bot bald seine eigene Glöggmischung an und verkaufte sie in Flaschen mit fantasievollen Weihnachtsmotiven. Oft ist der Glögg auch noch mit anderen (stärkeren) Alkoholika verfeinert. Im Jahr 2021 wurden über ‚Systembolaget‘ 2,9 Millionen Liter Glögg verkauft und jedes Jahr kommen neue Sorten hinzu, die es zu verkosten gilt.

In Schweden nimmt man zudem seinen Glögg mit Mandeln und Rosinen zu sich, die man in den warmen Glögg legt (s. linkes Bild: Quelle Wikimedia/JIP). Dazu isst man pepparkakor oder anlässlich des Luciafestes (13.12.) lussekatter. Sogar außerhalb Schwedens kann man auf Weihnachtsmärkten zuweilen Glögg mit Mandeln und Rosinen finden, z.B. beim Salzburger Weihnachtsmarkt am Dom (s. rechtes Bild: Quelle – privat).