Schwedische Moderne (Tipp 10/26)
Das Brücke-Museum in Berlin-Dahlem präsentiert vom 29.11.2026 bis 28.2.2027 (Öffnungszeiten s. linkes Foto – Quelle: Wikimedia/Holger Plickert) die erste umfassende Schau zur Schwedischen Moderne in Deutschland. 1915 in der Berliner Sturm-Galerie als „Schwedische Expressionisten“ gefeiert, sind die Gemälde und Zeichnungen von Künstler*innen wie Sigrid Hjertén oder Isaac Grünewald heute in Deutschland nur wenigen bekannt. Dies möchte die Ausstellung ändern.
Der Schwerpunkt der Präsentation liegt auf den Künstlergruppen De Unga [Die Jungen], De åtta [Die Acht] und den Göteborg-Koloristen. Wie die Brücke-Künstler wollten auch diese sich von festgefahrenen akademischen Traditionen lösen und neue künstlerische Wege beschreiten. Die Ausstellung möchte sowohl das gemeinsame Bestreben der Gruppen veranschaulichen, als auch den vielfältigen und eigenständigen künstlerischen Entwicklungen der beteiligten Künstler*innen nachgehen.
Gezeigt werden Schlüsselwerke aus der Sammlung des Moderna Museet in Stockholm, denn es handelt sich um den zweiten Teil des wichtigen und zukunftsweisenden Kooperationsprojekts in dem die beiden Museen ihre Sammlungen tauschen. Nachdem die Sammlung des Brücke-Museums 2024 in Stockholm zu sehen war, präsentiert die Ausstellung Schwedische Moderne den zweiten Teil und kann so erstmalig Höhepunkte des Moderna Museets in Berlin zeigen. Es werden Werke von Tor Bjurström, Nils Dardel, Leander Engström, Åke Göransson, Isaac Grünewald, Sigrid Hjertén, Ivan Ivarson, Einar Jolin, Henri Matisse, Nils Nilsson, Karin Parrow, Ragnar Sandberg, Gösta Sandels, Inge Schiöler und Birger Simonsson ausgestellt. (Quelle: Homepage des Brücke-Museums)
Das rechte Foto (Quelle: Wikimedia) zeigt das Bild „Ateljéinteriör“ von Sigrid Hjertén aus dem Jahr 1917. Die Künstlerin porträtiert sich selbst zweimal im selben Raum – einmal auf einem Sofa sitzend zwischen zwei Männern und einmal am Bildrand als Zuschauerin. Auf dem Sofa sitzt sie zwischen ihrem Ehemann Isaac Grünewald (im roten Anzug) und vermutlich dem Maler Einar Jolin. Im Vordergrund tritt ihr Sohn Iván ins Bild. An der Wand hängt eines ihrer eigenen früheren Bilder (Frau mit Kind).


