Das Schwedenkochbuch von Niklas Ekstedt (Tipp 11/26)
Mein Mann schwärmt von Niklas Ekstedts Küche, seit er vor etlichen Jahren Geschäftsreisen nach Helsingborg unternahm und dort das Restaurang Niklas besuchte, das der damals noch sehr junge Koch mit 21 Jahren eröffnete. Inzwischen kennt ihn in Schweden fast jeder!
Ich möchte meine Liebe zu den Speisen, mit denen ich aufgewachsen bin, mit Ihnen teilen, schreibt Niklas Ekstedt über sein neuestes Kochbuch. Und in einem Interview in Allt om Mat wünscht er sich eine Rückkehr zur schwedischen Hausmannskost, die er svensk, brun gubbmat nennt: zum Beispiel Biff Rydberg und Biff Greta, beide luxuriöse Varianten von Pyttipanna. Biff Rydberg begegnen wir auch im Schwedenkochbuch.
Weil seine Eltern in den 70er-Jahren beide Marktverkäufer waren, ist Niklas mit abwechslungsreicherem Gemüse aufgewachsen als die meisten Schweden, was sich auf seine Rezepte auswirkt. Zum Beispiel stellt er Spitzkohl, Kohlrabi und Steckrübe als Grillgerichte vor. Er hat aber auch Saubohnensalat mit Minze und gebackene Rote Beete mit Gurkenstreifen und Dill im Repertoire.
Nachdem ich schon oft Fischkochbücher im Second-Hand-Laden erstanden habe, die dann doch im Regal stehen bleiben, weil das Fischangebot in Bayern zu wünschen übrig lässt, freut es mich, dass Niklas sich im Schwedenkochbuch auf Fisch beschränkt, den man auch hier bekommt oder in Dosen (Ansjovis) aus dem Urlaub mitbringen kann. Laxpudding macht er mit frischem (nicht salzigem) Lachs, was einen Versuch wert wäre. Andere Klassiker, wie Köttbullar, Erbsensuppe und Janssons Versuchung, fehlen ebenfalls nicht. Ein ganzes Kapitel mit Fika-Variationen macht Lust auf Blaubeermuffins (Achtung, mit TK-Beeren!), mit Vanille gefüllten Safranbrötchen und vielleicht Pepparkakor mit Blauschimmelkäse im Teig.
Das Kochbuch mit sehr vielen ansprechenden Illustrationen wurde im Christian Verlag (online bestellbar z.B. über verlagshaus24) herausgegeben, hat 288 Seiten (Format: 19,2 x 25,2 cm) und kostet 34,99 € (ISBN: 978-3-98951-075-3). Mehr Info über den Autor: https://niklasekstedt.com
Maria Senftleben (https://schwedischkochen.wordpress.com)
